Das A von FLAMM: Anou Soley

 

Eigentlich hatten meine Eltern ursprünglich einen ganz andern Namen für mich geplant. Ayana, Amina, Arwen oder Aliya.

 

Mama hatte dann aber einen Monat vor der Geburt das Gefühl: Der passt nicht.

 

Ich sei bereits im Bauch ein unglaubliches Energiebündel gewesen. Eine neugierige Nudel. Unabhängig und immer am Herumturnen. Etwas kurzes, frecheres musste her.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Papi hat ein bisschen die Augen verdreht. Dachte dann aber wohl: mit einer Zwillings-Hochschwangeren diskutieren? Ne, besser nicht!

 

Ja, und dann hat Mami eben gemeint, sie hätte zwar keine Ahnung weshalb, aber ich würde Anu heissen. Papi hat das stoisch entgegen genommen. Vorgeschlagen, dass aus Anu ANOU wird. Was Mami ihrerseits super fand. Und so wurde mein Name in der Schweiz in den letzten 100 Jahren weniger als 10x vergeben. Mir gefällt der Name super, auch wenn mir Leute hin und wieder mal Anouk sagen.

 

 

Meinen Charakter im Bauch habe ich nie verloren, im Gegenteil. Ich brauche zwar meine paar Minuten, bis ich wirklich wach bin, aber dann könnte ich Bäume ausreissen. Ich lache gerne und viel! Treibe Schabernack, wann immer mir danach ist. Also eigentlich fast immer. Und ich kann wahnsinnig dramatisch sein. Meinen Zwillingsbruder Miro habe ich unglaublich lieb. Ist er zwischendurch ohne mich unterwegs, vermisse ich ihn. Mit ihm zu spielen ist halt einfach toll. Mit ihm zu streiten ebenfalls. Meinen kleinen Bruder Louan, den könnte ich bisweilen fressen vor Liebe. Das findet er aber nicht so witzig. Entsprechend schreit er dann. Was mich nicht daran hindert, ihn trotzdem weiter zu drücken.

 

 

Ich liebe Tomaten. Pizza und Pasta. Alles was man mit Ketchup kombinieren kann. Und natürlich Kartoffelstock mit Seeli.

 

Und Mami-Müesli zum Frühstück! Rohes Gemüse und viele Früchte. Kurzzeitig fand ich auch Spargeln ok, seit diesem Frühling kann man mich damit aber jagen. Und Pilze? Die habe ich dem Teller sogar mal zurückgegeben. Seither habe ich Pilz-Dispenz. Juhuu!

 

 

Was ich gerne mache? Memory spielen, zum Beispiel. Und durch die Gegend velöle. Möglichst schnell, so dass Mami und Papi kaum hinsehen können. Leidenschaftlich, laut und ohne Grund in der Wohnung herumhüpfen und herumtanzen. Laut singen und eigene Texte zu Melodien erfinden. Büechli angucken und Geschichten erzählt bekommen. Immer und immer wieder. Und "krüselet" werden. so lange wie möglich. Englisch machen vor dem Einschlafen. Lieber zweimal als einmal. Kuscheln und Träumen.

 

 

Am allerliebsten habe ich, wenn wir komplett sind  - also Miro, Louan, Papi und Mami um mich herum sind. Das kriege ich jetzt – für 222 Tage!!