Wusstet ihr, dass eine Person von FLAMM etwas "inselphobisch" veranlagt ist? Und es bereits einmal geschafft hat, ein brasilianisches Insel-Paradies vorzeitig zu verlassen?

 

Aus dem einfachen Grund, weil sie das Inseldasein einfach nicht mehr aushielt. Obwohl es wunderschön war, die Leute total nett und einer der 10 schönsten Strände der Welt zu ebendieser Insel gehörte. 

 

 

 


Irgendwie war damals nach einem Monat reisen in Chile mit viel Aktivität die wunderbare Ilha Grande einfach zu klein, zu ruhig und zu "chilled". 

Aus 7 Tagen wurden dann 5. Und die Rückreise etwas verfrüht angetreten ;-) Dass es sich beim Chile-Brasilien-Abenteuer um die Hochzeitsreise von Marcel und Fabienne handelte, sei hier nur am Rande erwähnt. Und ja: MARCEL ist NICHT der Inselphobiker :-)

 

Unter diesen Voraussetzungen könnt ihr sicherlich verstehen, dass Tahiti als Reiseziel mit viel Schmunzeln und einer leichten Ehrfurcht seitens Marcel gebucht wurde. Nichts desto trotz aber mit viel Elan. Auch von Seiten Fabienne. Wäre doch gelacht - die fünf Tage von damals zu überbieten schaffen wir als FLAMM gemeinsam ganz bestimmt.

Oder? 

 

Und so kamen wir an. Mitten in der Nacht - also eigentlich wirklich um Mitternacht. Fanden im Dunkeln zu unserer Unterkunft. Direkt am Meer. Mit Eidechsen und Ameisen und Vögeln in der halb-Outdoor-Küche :-) 

Und brauchten die ersten zwei Tage zwar etwas Zeit und Schlaf um anzukommen. Danach aber fühlten wir uns total zuhause. Die Kinder wie auch die Erwachsenen. Gingen auf in der Gemütlichkeit des Seins und der tahitianischen Langsamkeit. 

 

Am Ende wollte die, die von kleinen Inseln mässig begeistert ist, am wenigsten wieder runter. Reisen hat Wirkung!

 

Tahiti war also wirklich vorbehaltlos toll. Obwohl irgendwie ein schräges Plätzchen Erde.

 

Da darfst Du beispielsweise bei der Einreise als Schweizer an allen Neuseeländern und Amerikanern vorbeispazieren, weil Tahiti - zugehörig zu Frankreich - ein Nachbarland der Schweiz ist.

 

Alles ist schweineteuer. Mit Ausnahme von Fisch - irgendwie noch verständlich - und Fleisch. Schon etwas überraschender. Dies weil Fleisch zollfrei aus Neuseeland importiert wird, da die Franzosen den Neuseeländern mal ein Schiff versenkt haben.

 

Tahiti ist so ein Mix aus tropischem Lifestyle und europäischem Pflichtbewusstsein. Man kann sich darauf verlassen, dass etwas Versprochenes gemacht wird. Im Gegensatz zu vielen andern Ländern einfach ohne jegliche Hektik. Das wirkt ansteckend. Ist wohltuend. Tiefenentspannung ist garantiert. 

 

Gewarnt wurden wir von den Autofahrern. Sie fahren wie Henker, hiess es. Nein, diesen Eindruck können wir nicht teilen. So anständig und gemütlich wie hier haben sich noch nirgends die Automobile fortbewegt.

Was übrigens auch durch eine Anekdote bekräftigt wird. Auf Bora Bora werden die Autos nur mit zwei Gängen ausgestattet, weil man auf der kleinen Insel gar nie dazu kommt, in den dritten Gang hochzuschalten...

 

Wir haben es sehr genossen. 

Sich noch in der Ferne zu fühlen, aber doch auch ein wenig die Heimat zu spüren.