Day 215: "The FLAMM's" 12 Kapitel

Was für eine verrückte Reise

Sie neigen sich dem Ende zu, unsere unglaublichen 222 Tage.

 

Wenn wir unsere Videos der einzelnen Länder wieder und wieder schauen, in den Fotos und Geschichten auf Instagram stöbern, in den einen oder anderen Blog eintauchen, oder auch unsere Zwillinge Anekdoten aus den letzten 7 Monaten zum Besten geben, dann können wir wirklich kaum glauben, was wir 5 alles erleben durften.

 

Einiges davon wird uns wohl nur ein paar Tage bleiben, wie beispielsweise der Jetlag ;-). Anderes, wie die Ferienbräune, ein paar Wochen. Und gewisse Dinge tief in uns drin unser ganzes Leben lang.

 

Hier ein eigentlich unmöglicher FLAMM-Versuch, unser verrücktes Abenteuer in 12 Kapiteln zusammenzufassen.

 

ALLES BEGANN LANGE LANGE VOR DEM ABFLUG NACH SRI LANKA:

 

1. Was wäre wenn?

"Was hältst Du von einer Auszeit mit der Familie?"

"Ich bin dabei, wie lange?"

"3 Monate?"

"Wie wäre es mit einem Jahr?"

 

Nach ein paar Flaschen Wein - über ein paar Monate verteilt :-) - war die Dauer klar: 222 Tage sollen es sein.

 

2. Hurra, aber

Ok, wir tun es. Aller Aber's und Bedenken zum Trotz. Denn diese gibt es. Unbestritten. Und nicht nur bei uns: Auch in unserem Umfeld, als wir unser Vorhaben zu teilen beginnen.

--> siehe einer unserer ersten Blog-Einträge genau zu diesesm Thema: Fantastisch, aber auch mutig

 

Aber hey: was bereuen wir später mehr? Dinge die wir getan haben, obwohl sie Mut gebraucht haben? Oder Dinge die wir nicht getan haben, obwohl wir eigentlich wollten?

 

3. Sparen, Planen, Buchen

Was für eine Vorbereitungsphase! Nicht mehr einfach Flüge buchen, Reiseführer kaufen und kurz vor Abflug mal ein bisschen recherchieren. So wie wir das früher zu Zweit getan haben. Eine Weltreise mit drei kleinen Kindern zu planen, ist zeitintensive, aber wunderschöne Arbeit.

 

Und neben all dem Planen und Buchen darf man nicht vergessen seine Kids in die Vorbereitungen mit ein zu beziehen. Dazu unser Blog aus dem Frühling 2017: Leoparden haben Angst vor Menschen

 

Und wenn so viel zu bedenken ist,  geht logischerweise bisweilen irgend etwas schief. So wie die 5 Pässe, die wir per Post nach London schicken mussten: Und das alles wegen 5 läppischen Tagen

 

4. Zehn, neun, acht, sieben ...

Man nimmt sich immer vor, dass die Zeit vor Abflug so stressfrei wie möglich gestaltet werden soll. Aber ganz ehrlich: wer von euch hatte noch nie Hektik vor einem grösseren Urlaub? Irgendwie liegt das in der Natur der Sache. Ob man nun 2 Wochen verreist oder 222 Tage! FLAMM hatte also beste Vorsätze. Und fand sich trotzdem im totalen Schluss-Spurt-Chaos wieder ;-)

 

Wer dies nochmals nachfühlen will: Die Tür hinter uns ist zu. Puuuh & Yippee

 

UND DANN GING ES LOS, DAS GROSSE ABENTEUER:

 

5. Runterfaaaaaaaahren und auf Urlaubsmodus umschalten

Alles zurücklassen. Weit weg sein. Abschalten. Das alles dauert nach einer hektischen Last-Minute-Phase mindestens eine Woche. Bei jedem Urlaub. Und so auch bei uns.  Glückspilze wie wir sind, haben wir danach weitere 31 Wochen Genusszeit vor uns. :-)

 

6. Wir haben Urlaub

Frei nach dem Schweizer Reggae-Musiker Dodo: "Ein bisschen Ferien. Es fühlt sich an wie Ferien. Wir sind eine Schweizer Familie auf Sri Lanka." Und saugen alles auf. Wie ein Schwamm.

 

Und machen Anfängerfehler, wie zum Beispiel hier: 1x scharf mit alles, selbst für unseren Kleinsten
Und manchmal fühlen wir uns auch gar nicht so wirklich wohl: Wie die Suche nach dem grössten Lebewesen der Welt zur absoluten Nebensache wird

Oder lernen die doch leicht anderen Sitten Sri Lankas kennen: Immer schön reinspaziert!

 

Sowieso steht Sri Lanka perfekt für dieses Kapitel unserer Auszeit. FLAMM ganz frisch auf Reisen, hier unsere langweilige Diashow dazu :-)

 

7. Reisen wird Alltag - der FLAMM-Kalender unabhängig vom Jahreskalender

"Morgen ist Samichlaus" oder "Morgen ist Weihnachten" oder "Morgen ist Fasnacht" oder "Morgen ist Ostern" - Unsere Antwort immer dieselbe: "Wirklich?"

Solche "aussergewöhnlichen" Tage gibt es nicht mehr wirklich.  Beziehungsweise sind die aussergewöhnlichen Tage eben nicht die oben erwähnten, sondern die von uns als speziell erlebten. Jeder Tag ist FLAMM-Tag. Reisen ist Alltag. Reisen ist normaler als Nicht-Reisen.

 

Und deshalb muss auch nicht mehr jeden Tag ein neues Highlight folgen. Das wäre gar nicht mehr verdaubar. Wir lernen viele Spielplätze kennen, wissen wo es den besten Kaffee gibt, und vergnügen uns an kleinen Dingen. Passend dazu der Blog nach dem 4. Geburtstag unserer Zwillinge: Erst der Nagellack, dann die Wale

 

Obwohl uns Australien von allen Destinationen insgesamt den am wenigsten bleibenden Eindruck hinterlassen hat, war unser Monat in Woy Woy an der Central Coast optimal, um vom "Urlaubs-" in den "Reisen ist Alltag-Modus" hinüberzugleiten. Das deshalb wohl gemütlichste unserer Videos dazu gibt es hier: Australien, zumindest ein "birebitzeli" davon

 

8. Wer bin ich?

Fabienne und Marcel sind so plus/minus etwa in der Hälfte ihres Lebens. Da drängen sich wie bei den Meisten in dieser Lebensphase ein paar Fragen auf. Wohin soll die persönliche Reise gehen? Was brauche ich, um glücklich zu bleiben? Was ist der Sinn meines Lebens?

Im Fall von FLAMM brauchte es 60 Tage weg sein von zuhause, bis es Platz für diese Fragen hatte. Also mindestens zwei Monate abdüsen, wenn ihr Lust auf eine Auseinandersetzung mit euch selber habt. :-)

 

So ganz alles davon muss nicht an die Öffentlichkeit. Ein paar Dinge davon entdeckt man aber in unserer Liste mit 111 Punkten, die uns in der ersten Hälfte der Reise so hängengeblieben sind:

FLAMM's 111

 

9. Der Flow

Die Hälfte ist um. Egal. Irgendwann müssen wir wieder nach Hause. Egal. Was werde ich wohl arbeiten, wenn wir zurück in der Schweiz sind? Egal.

Alles ist schön, man ist es einfach am Geniessen. Und man ist sich bewusst, eine der besten Entscheidungen seines Lebens getroffen zu haben. Glücklicherweise ist dieses Kapitel das Längste der ganzen Reise.

 

FLAMM's Flow hielt mehrere Monate an, wie man in diesen Videos irgendwie auch spürt:

Zur Nordinsel Neuseelands - Der Herr der Strände, der Vulkane, und natürlich der Ringe

Zur Südinsel Neuseelands - Entscheidungshilfe für Unentschlossene

Zu Tahiti - Von Inselphobie und versenkten Schiffen

 

Man sollte keinen einzelnen Tag aus diesem Flow herauspicken. FLAMM tut es trotzdem. Unsere Wanderung auf den Roy's Peak: Thank you, now I feel rubbish

 

10. Der Landeanflug beginnt

FLAMM startet die letzte Etappe mit einem Städteaufenthalt in Los Angeles, gefolgt von der Wohnmobilübernahme für die letzten sechseinhalb Wochen.  Und beginnt nach einer langen Reisephase der gefühlten "Zeitlosigkeit" die Tage bis zum Rückflug zu zählen.

 

Die Phase des Blick's zurück und der Organisation von Terminen mit den Leuten zuhause geht los. Und man kommt auf so seltsame Ideen wie die 12 Kapitel der FLAMM-Auszeit in einem Blog wie diesem zusammenzufassen.

 

UND WAS KOMMT WOHL DANACH, WENN WIR WIEDER ZUHAUSE SIND?

 

11. Der Schamane*

Am 12. Mai werden wir in Zürich landen. Zum ersten Mal wieder zu Hause schlafen. In den folgenden Tagen unseren Quartierspielplatz aufsuchen. Mit den Velos um den Golfplatz fahren. Familie und Freunde wiedersehen. Und trotzdem werden wir vermutlich noch nicht ganz angekommen sein. Etwas Zeit brauchen, um im Wohlbekannten wieder ganz daheim zu sein.

Der Schamanismus hat eine schöne Metapher für dieses Phänomen: Der Körper kommt zuhause an, derweil der Geist noch ein wenig länger braucht. Denn er schwelgt noch sonst wo auf diesem Planeten.

 

12. Lang, länger, am Längsten*

Wir sind gespannt, was wir in einem Jahr über diese Auszeit sagen werden.  Was uns von dieser Zeit geblieben und was in den Hintergrund gerückt ist. Was sich vielleicht verändert hat. Wo wir stehen - als Familie und jeder einzelne von uns.

 

Hier und Jetzt sind wir überzeugt: Unsere AUS-Zeit als Familie wird nachklingen. Und betreffend vieler Themenbereiche nachhaltig sein. Weltoffenheit und Neugier. Toleranz im Miteinander- und Anderssein. Zusammenhalt als FLAMM. Der Bezug zur Natur. Wie wir und unsere Kinder Zeit verbringen und gestalten. Miteinander und jeder für sich.

 

* Vermutungen, die erst noch bestätigt werden müssen :-)


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Comments: 3
  • #1

    Cécile (Thursday, 10 May 2018 14:53)

    Ich wünsche euch eine gute Heimreise und ein freudiges Ankommen zu Hause. Ich habe die Reise mit euch via Blog und Instagram genossen. Merci vielmal�

  • #2

    Nicole Wey (Friday, 11 May 2018 22:21)

    Liebe FLAMMS

    Ganz lieben Dank, dass ihre eure tolle Reise mit uns geteilt habt!!...ihr werdet mir fehlen,habt ihr mir doch so manchmal den Alltag versüsst:))!Chömid guet hei und alles Liebe, Nicole

  • #3

    Zwyssig Doris und Hardy (Sunday, 27 May 2018 09:59)

    Willkommen ihr Flamms wieder zu Hause! Super waren eure Kommentare und Bilder! Eine Sensation und ein grosses Geschenk so eine speziell schöne Familie zu sein!���