Day8: Ein Blondie in Sri Lanka

1x scharf mit alles, selbst für unseren Kleinsten

Wir befinden uns gemäss Tripadvisor im besten Restaurant der Provinz Dambulla im Zentrum Sri Lankas. Die Curries sind fantastisch! Auch die Kids haben ihre Lieblingsspeisen aus dem Buffet ausgewählt. Plötzlich rennt sie herbei, die Köchin des Restaurants, und reisst unserem Kleinsten etwas aus dem Mund. Und ruft ganz aufgeregt: „Chili! Chili!“

In der Tat war da eine grüne Chili im sonst ganz milden Linsen-Curry versteckt. Louan beginnt zu schreien. Heftig! Und wieder rennt die Frau. Kommt umgehend mit einem Joghurt mit Caramelsauce zurück. Ein Löffel. Zwei Löffel. Langsam Erleichterung. Nach halbem Dessert ist alles wieder gut. Louan will nun natürlich auch die zweite Hälfte der Leckerei. Wie zu erwarten war 😉.


Danach wollen alle den Kleinen auf den Arm nehmen. Alle lachen. Schiessen Selfies zusammen mit unserem Jüngsten. Das ist uns zwar unangenehm, aber wir lassen es zu. Wir haben das zumindest ansatzweise andersrum auch schon gemacht, z.B. in Nepal. Allerdings in schweizerischer Manier: Durch vorgängig fragen, ob es ok ist, ein Foto zu machen ;-)

Nichts desto trotz: Dieses Chili-Erlebnis widerspiegelt unseren ersten Eindruck von Sri Lanka wunderbar. Alle sind sehr hilfsbereit, aufmerksam und kinderlieb. So sehr, dass es für uns ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Unsere Kinder werden berührt, gestreichelt, fotografiert und auf die Arme genommen. Von allen. Ständig. In aller Regel ohne zu fragen und ohne vorherigen Blickkontakt mit den Eltern. Bei Louan ist dies in der ersten Woche öfters der Fall als in der Schweiz in seinem ganzen Leben.  In Sri Lanka ein Zeichen der Sympathie. Dieses wird von Louan noch verstärkt. Blond und blau-grün-äugig strahlt er alles an und winkt allem zu, was ihn anstrahlt. Wir akzeptieren mit einer Mischung aus Widerwillen und Verständnis. Andere Länder, andere Sitten. 

Anou und Miro sind verglichen mit Louan wesentlich wählerischer, was die Berührungen anbelangt. Anfassen können und dürfen nur Sympathieträger. Den andern wird ausgewichen. Oder ein Gesichtsausdruck entgegengebracht, der an Eindeutigkeit nicht zu überbieten ist ;-) Wobei manchmal können selbst sie sich nicht wehren gegen diese andere, ihnen bisher unbekannte Kultur.

Erst eine Woche sind wir hier und haben uns sehr gut akklimatisiert. An die Kultur, die Leute, die Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit und an den Strassenverkehr.  

Wir haben schon unglaublich viele tolle Dinge unternommen und erlebt. Eigentlich zu viele. Deshalb arbeiten wir bereits an unserem nächsten Ziel: Entschleunigung. Geplante Aktivitäten reduzieren. Die Tage entschlacken. Dieses Tempo halten sonst weder die Ü40er noch die U4er 222 Tage durch. Das wäre doch schade, oder?!

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Comments: 7
  • #1

    Mimi und Ruedi (Tuesday, 10 October 2017 14:35)

    Hallo zusammen.
    Wir verfolgen euren Blog mit grossem Interessen und freuen uns zu hören dass es euch gut geht. Wir vermissen Anou's und Miro's Gesichter die keck über die Balkonmauer schauen :)
    Viel Spass weiterhin und passt auf euch alle auf.

    Herzlichst Mimi und Ruedi

  • #2

    Azubi P (Thursday, 12 October 2017 16:16)

    Hallo Dr. Z und family.
    Eine ganz wunderbare Idee von euch. Ich werde mir die Seite bookmarken.
    Aber: warum habt ihr in Neuseeland so viele Inlandsflüge? Bitte auf der Südinsel dann unbedingt in die Caitlins fahren und den Doubtful Sound besuchen.
    LG aus Dütschland,
    Azubi P :-)

  • #3

    Nana (Saturday, 14 October 2017 15:48)

    Die Berichte und Fotos sind super. Ich freue mich jedesmal sehr wenn ich was Neues entdecke.
    Ich kann ich mir gut vorstellen dass alle die Kinder knipsen wollen... sind ja auch sehr herzig - die drei Schätze. ♥ ♥ ♥

  • #4

    Cécile Hüsken (Saturday, 14 October 2017 17:36)

    Hi ihr fünf, wow das ist ja ein fulminanter Start- glücklich sehr ihr aus, tolle Fotos! Und die Idee mit Entschleunigen eine sehr gute:-) Versuche es auch gerade an diesem schönen Herbstwochenende!
    Take care und nehmt mich ein bisschen mit:-)
    PS: hab mir grad soeben Instagram eingerichtet- ich als "Anti-social-media-Mensch:-)))

  • #5

    FLAMM (Sunday, 15 October 2017 13:13)

    Danke vielmals für eure Nachricht Mimi&Ruedi. Ein Küsschen von Anou&Miro an den Riedweg!

  • #6

    Marcel von FLAMM (Sunday, 15 October 2017 13:19)

    Hey Azubi P.,

    immer noch so ein cleveres Kerlchen, da hat sich scheinbar nichts geändert. ;-)
    Und ich bin beeindruckt, wie genau Du unsere Route schon studiert hast. Da gibt es einige Gründe für die Inlandflüge: längere Städeaufenthalte, weshalb wir den Camper nicht für die ganze Zeit behalten wollen, Wellington kein Abgabeort für unseren Camper, die Fähre auf die Südinsel deutlich teurer als der Flug etc. etc.

    Doubtful Sound? Fett in unserer Reiseagenda markiert und wird besucht... :-) Danke für den Tipp.

    Liebe Grüsse nach Tütschland,
    Doktor Z.

  • #7

    Anou, Miro und Louan (Sunday, 15 October 2017 13:21)

    Hallo Nana,

    Wir vermissen dich! :-) Und wir sind schon ein bisschen herzig, aber die Leute wollen uns primär auf den Arm nehmen, weil wir so hell sind, und es fast keine so hellen Kleinen gibt auf dieser Insel ;-)

    Küsschen in die Schweiz :-*
    Anou, Miro und Louan