-124days: Wie lange sind 222 Tage?

7.3 Monate... oder 266'400 Kinderlachen

Zeit ist relativ. Wie so vieles im Leben.

 

Kommentare zu unserer „Unterwegsseinzeit“ reichen von „wow, das ist lange“ bis zu „auch das geht leider viel zu schnell vorbei“.

 

Rein rechnerisch gesehen sind 222 Tage 7.3 Monate, 31.7 Wochen, 5'328 Stunden, 319'680 Minuten oder 19'180'800 Sekunden.

 

In dieser Zeitspanne essen wir als fünfköpfige Familie bei gerechneten drei Mahlzeiten pro Tag insgesamt 3'330 mal, putzen uns ebenso viele Male die Zähne und trinken zusammen ungefähr 1'700 Liter Wasser. 

 

Ein Erwachsenenherz schlägt in 222 Tagen im Schnitt 22‘200‘000 Mal, zusammen knacken wir also die 100 Mio.-Grenze, die Anzahl gebrauchter Worte liegt bei durchschnittlich 3‘552‘000 (und nein, liebe Männer: Studien belegen, dass der Wortverbrauch der Frauen NICHT höher ist als jener des männlichen Geschlechts ;-)).

 

Kinder lachen im Schnitt 400 Mal pro Tag – das ergibt auf die 222 Tage stolze  88‘800 Mal. Mit unseren zwei Lausbuben und unserem Luusmeitschi ergibt das total sogar 266'400 Kinderlachen. Wir Erwachsenen kommen gerade mal auf 15 Lacher pro Tag und weisen somit 3'330 Lachmomente in der gleichen Zeitspanne auf. Das ist zum Glück der Durchschnitt. Wir schaffen in unseren 222 Tagen mehr, also Fabienne ganz sicher.

 

Zeit sollte man aber nicht einfach nur messen, man sollte sie fühlen. Was bedeutet uns ein Moment und weshalb dauert der eine in unserer Empfindung ewig lange an und der andere eben nur kurz? Welche möchten wir auskosten, ausdehnen, immer und immer wieder geniessen, im Gedächtnis als wertvolle Erinnerung bewahren? Und wann sind wir schlicht froh, wenn etwas rasch vorübergeht?

 

Wir werden in 222 Tagen durch 5 Länder reisen, viele Male duschen, oft fliegen, noch öfters Sonnencrème einstreichen, viele neue Tiere kennen lernen, unbekannt viele Zentimeter Haar und Bart wachsen lassen und wieder abschneiden, verschiedene Sprachen hören, neue Gewürze entdecken, Geschichten erzählt bekommen – aus dem Leben der Menschen die uns begegnen.

 

Wir werden Zeit haben, uns Zeit nehmen, Zeit bisweilen herumkriegen müssen, Zeit als knapp oder im Übermass vorhanden empfinden, Zeitzonen überschreiten, Zeitverschiebungen erleben, irgendwo zur Zeit sein oder auch nicht.

 

Wir werden uns der Zeit bewusst sein. Zeit finden. Im Moment sein. 

 

Und irgendwann wird die Zeit um sein und vielleicht haben wir dann eine Antwort auf die Frage, wie lange 222 Tage wirklich sind. Oder auch nicht.

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