-156days: Reaktionen auf unser "Coming-Out"

„Hey, ihr geht doch erst in einem halben Jahr“

Erstmal vielen Dank für all die positiven Reaktionen zu unserer Seite www.222days.com - schön habt ihr reingeschaut!

 

Einige Personen haben uns gefragt, weshalb wir mit unserer Seite bereits jetzt online gegangen sind. Unser erster Flug sei doch erst in einem halben Jahr.  Witzigerweise kam diese Frage fast nur von Freunden oder Kollegen ohne Kinder. Und sie haben natürlich recht mit ihrem Einwand.

In unserer Reise-Zeit zu zweit, vor der Geburt unserer Kinder, hätten wir vermutlich erst 10 Tage vor Reisestart einen solchen Blog veröffentlicht. Maximal. Wenn überhaupt. Denn wir haben unsere Eindrücke auch bei längeren Reisen immer nur für uns gesammelt und nie im grösseren Rahmen geteilt.

 

Weshalb also tun wir das nun so offen und erst noch dermassen früh?

 

Ein solches Reiseprojekt mit kleinen Kindern vorzubereiten ist fast ebenso spannend ist wie die Reise selbst.

 

Früher hiess es Flüge buchen, Reiseliteratur besorgen und alles packen was in einen Tramper passt.

Fertig.

Was wir hier nun tun, unterscheidet sich von vergangenen Reisen signifikant, nicht nur weil wir bisher noch nie so lange unterwegs waren:

 

Es geht nicht mehr nur um die eigenen (erwachsenen) Bedürfnisse, sondern um jene der ganzen Familie. Sich zu fragen, wie die kindliche Lebenswelt auf einer Reise bestmöglich berücksichtigt werden kann, ist extrem interessant. Und in der Vorbereitung entsprechend zeitintensiv. Fragen wie "wie bereiten wir unsere Kinder auf diese Reise vor?" beschäftigten uns wiederholt und tun es noch.

Mit Kindern hat man finanziell eine andere Verantwortung. Ist nicht mehr ganz so vogelfrei. Es kommen also Überlegungen und Diskussionen hinzu, die vorher nicht im selben Ausmass Thema waren. Was kostet die Reise, aber auch was kommt danach?

Krankheits- und sicherheitstechnisch ist der Fokus bei einer Reise mit Kindern anders gerichtet.

Spontaneität im Sinne von "wir gucken dann einfach vorweg mal, was wir tun" hat selbstverständlich Platz. Aber es bedingt eine entsprechende Vorbereitung, wenn man zu fünft und nicht einfach zu zweit ist.

Der Challenge beginnt bereits beim Packen, wenn man zu fünft ist. Und die Altersrange sich zwischen 1 Jahr und 42 Jahren bewegt :-) Was muss mit / darf mit / soll auf keinen Fall mit?

 

... und was machen wir eigentlich mit unserem Haus?!?

 

Fragen über Fragen. Bei unserer Recherche im weltweiten Netz haben wir gesehen, dass sich andere Eltern in ähnlichen Situationen genau dieselben Fragen gestellt haben. Und waren auch bereits um die eine oder andere "gefundene" Antwort auf eigene Fragen froh. Deshalb haben wir uns entschieden, unseren Vorbereitungsprozess ebenso zu teilen. Und erhoffen uns dabei natürlich den einen oder anderen Tipp. Unser „Coming-Out“ ist also nicht nur rein altruistisch motiviert :-)

 

Momentan beschäftigen wir uns gerade mit der Ausschreibung unseres Hauses für die Zeit unserer Abwesenheit (ja, wir suchen einen Untermieter). Mit weiteren Buchungen. Mit möglichem Reisegepäck. Mit dem tiptoi Weltatlas. Mit tamilischen Rezepten, z.B. Butterkuchen. Und damit, dass man uns an anderen Orten der Welt besser versteht, wenn wir "Hello" und "Goodbye"  sagen anstelle von Hoi und Tschüss.

 

Mehr dazu bald, bis dahin herzlich

 

F&M von FLAMM

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